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Montag, 30. April 2018

1.Mai: Digitalisierung der Arbeitswelt braucht neue, moderne Regeln


Vor dem „Tag der Arbeit” am 1. Mai haben die Gewerkschaften eindringlich auf die Gefahren der Digitalisierung der Arbeitswelt hingewiesen und Regeln verlangt. DGB-Chef Reiner Hoffmann warnte am Wochenende vor „moderner Sklaverei” und einem „digitalen Proletariat”.
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) forderte eine vorbeugende Arbeitsmarktpolitik, die massiv auf Weiterbildung setze. „Nie war Weiterbildung so wichtig wie heute”, betonte Heil im „Tagesspiegel”. Auch er erwartet „gewaltige Umbrüche” in der Arbeitswelt. Durch die Digitalisierung würden auch bestimmte Tätigkeiten wegfallen, sagte Heil. Es würden aber auch neue Stellen entstehen.
Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel forderte wegen der Digitalisierung ein Umsteuern in der Steuerpolitik. „Fest steht, dass sich das Verhältnis der Besteuerung von Arbeit und Kapital zu letzterem hin verschieben muss”, sagte Schäfer-Gümbel der „Frankfurter Rundschau” (Samstag). Er schlug eine Art Maschinensteuer vor, damit die Arbeitnehmer von künftigen Produktivitätsgewinnen profitieren.

Der „Tag der Arbeit” am 1. Mai wird seit rund 130 Jahren von der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in aller Welt begangen. Im Mai 1886 gab es am Rand einer Streikkundgebung in Chicago Krawalle mit Toten. 1889 rief ein Internationaler Arbeiterkongress in Paris dazu auf, jährlich einen „Kampftag der Arbeiterklasse” zu feiern. Am 1. Mai 1890 gab es erstmals in Deutschland Massendemonstrationen.

 Gut leben in Goslar. SPD.

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