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Montag, 10. April 2017

SPD-Bürgerdialog in Vienenburg: Von einer Jogging-Strecke mit zur Kali-Therme



Seit Sommer 2015 wurde am Integrierten Stadtentwicklungskonzept 2025 Goslar – Fortschreibung Vienenburg, kurz ISEK, gearbeitet. Die SPD-Ratsmitglieder Martin Mahnkopf, Manfred Dieber und Eckhard Wagner haben nun in einen Bürgerdialog im Kaisersaal Vienenburg mit über 60 Gästen aus Sicht der Vienenburger die Chancen und Potentiale diskutiert und die Vienenburger habe ein gute Vorstellung der zukünftigen Stadtentwicklung. Helmut Bormann, Stadtplaner der Stadt Goslar, erklärte zu Beginn das ISEK-Programm und den weiteren Prozess.
Eine wesentliche Diskussion war die Zukunft des Vienenburger Sees. Aufgrund der Kontaminierung, die Tiefe des ehemaligen Baggersees mit gefährlichen Strudel und kaltem Wasser unter der Oberfläche sowie Überresten von Eisenkabel, war die große Mehrheit der Gäste der Meinung, dass ein Badesee wohl die letzte Priorität der Nutzung wäre. Auch vor dem Hintergrund einer zukünftigen gesicherteren Nutzung des Freibads, welches einen sehr guten Zuspruch hat. Eine Idee wäre aber ggf. ein Sandstrandabschnitt ohne Schwimmbereich mit Gastronomie – ähnlich wie die Oker-Cabana in Brauschweig – mit Anbindung zum Freibad. Dabei muss aber der Rundwanderweg um den See erhalten bleiben. Auch ein Hotel am See dürfte aufgrund des geringen Platzangebotes (Parkplätze) und des Naturschutzes wohl kaum möglich sein, eine Joggingstrecke, Fitnessmöglichkeiten, Wasserskianlage oder eine „Kali-Therme“ sind lt. Meinungen an dem Abend wohl eher geeignete Möglichkeiten.  
Überraschend waren die Meinungen zum Radweg zwischen Vienenburg und Oker. Tourismus- und IGV-Vorsitzende Hartmut Wendt findet den Radweg zwar landschaftlich für sehr attraktiv, doch der Ausbau sei in der Frage der Stadtentwicklung Vienenburgs untere Priorität. Bevor dieser Weg angefasst wird, sollten man bestehe Radwege erst einmal in Ordnung bringen, so Wendt.
Einig waren sich die Gäste über die Nutzung der Speckenteiche als Ruhepool mit einem Rundweg und Bänke. Anlieger machten nochmals auf die riskante Verkehrssituation Harzburger Str. aufmerksam und forderten einen Bürgersteig auf Seiten der Speckenteiche. Manfred Dieber verwies auf die Planung mit einer Übergangshilfe.
Ob neues Wohnen auf dem Liethberg IV oder die Gewerbemöglichkeiten ehem. Güterbahnhof, die Gäste begrüßten die Entwicklungsperspektiven. Besonders eine Gewerbeansiedlung an der A395 würde im Sinne des Haushalts positiv wirken.
„Wie schon zum Thema Schrankenproblematik werden wir die Bürgerdialoge weiterführen und die Bürgerinnnen und Bürger an der Kommunalpolitik beteiligen“ so die drei Harly-Genossen.“ Die Anregungen werden nun in Änderungsanträge zum Stadtentwicklungskonzept münden, so Mahnkopf. Wichtige Ratsanträge wie die konzeptionelle Entwicklung des Vienenburger Sees, die Nutzung des Rathauses und des Historischen Bahnhofs oder die Weiterentwicklung Liethberg sind bereits durch SPD-Anträge im Rat verabschiedet. 

Gut leben in Goslar. SPD.

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