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Sonntag, 3. Juli 2016

Brexit: Extremisten stehen neben Scherbenhaufen, als hätten sie nichts damit zu tun.


Woher kommen Fundamentalismus und Extremismus?
Aktuell kann man in Großbritannien sehen, wie sich diese Geißel der Menschheit aus kleinsten Anfängen hochzupäppeln droht.  Geschichtlich kennt man das Muster: Extremisten geht es niemals um das Wohl ihrer Bevölkerung. Extremisten wollen Macht um jeden Preis. Und die Mittel, die dazu genutzt werden, gehen von harmlosen Verdrehungen  über Belügen bis hin zu Ängstigen, Drohungen und Gewalt. Extremisten brauchen den Hass, sie fürchten den Kompromiss. Und sie inszenieren sich in ihrer Entstehung stets als Opfer. Sie schüren Verschwörungstheorien.
Weil wir das Ende kennen, ist es umso wichtiger den Anfängen zu wehren. Bisher schien das Mutterland der Demokratie, das Vereinigte Königreich,  recht immun.  Dennoch gab es jüngst einen nicht zu unterschätzenden Sieg der Populisten.  
  • Letzte Woche hatten die Populisten noch behauptet: „Wöchentliche 350-Millionen-Pfund-Überweisung an die EU“ (ohnehin mussten Insider schon rasch zugeben, dass allein die Summe stark übertrieben war). Doch inzwischen ist  diese Aussage klammheimlich ganz von der Website der "Vote Leave"-Kampagne verschwunden. Der rechtspopulistische Chef der United Kingdom Independence Party (Ukip), Nigel Farage, gab kleinlaut zu, dass es sich um einen der "Fehler" der Austrittsbefürworter gehandelt habe.
  • In den letzten Wochen wurden die Zuwanderer in nie gekannter Weise zu Buhmännern gemacht. „Vote Leave“ wollte gegen die Migration 
    konsequent vorgehen. Nun sagt der Abgeordnete und Brexit-Befürworter Daniel Hannan  der BBC: "Wir haben nie gesagt, dass es einen radikalen Rückgang geben wird."  
  • Welche Galionsfigur  des Brexit-Lagers war nach dem Referendum überhaupt mit Vorschlägen zur Zukunft außerhalb der EU zu hören? Grotesk und fast schon widerwärtig: Boris Johnson vom Brexit-Lager setzt auf "intensive und sich intensivierende Zusammenarbeit mit der EU". Welch´ eine Zumutung für das Kontinental-Europa. War es nicht gerade Kern der jüngsten Kampagne,  sich über Solidarität und Menschenfreundlichkeit lustig zu machen?
Man könnte die Hoffnung haben, dass sich die Populisten selbst entzaubern. Durch ihre zu beobachtende Flucht aus der Verantwortung, ihre Planlosigkeit, ihr Leugnen der Parolen von Gestern. Und ihrer unverdrossen weiter bestehenden Bereitschaft  zur Vereinfachung,  zur Ausgrenzung und zur Feindschaft.   

Wir sind für ein friedliches und geeintes demokratisches Europa mit allen Willigen. Nur gemeinsam können wir die Zukunft gestalten. Kleinstaatliches Denken bringt uns in einer globalisierten Welt nicht weiter.

Wir bitten in jedem Fall die Goslarer: Bleiben Sie skeptisch, wenn Ihnen hiesige extremistische Parteien das Blaue vom Himmel versprechen.
Wir bitten Sie: Geben Sie am 11.9. den bewährten Demokraten Ihre Stimme.

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