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Donnerstag, 16. Juli 2015

SPD steht zu Paul-Lincke-Ring-Statuten

Die Ratsfraktion der SPD Goslar steht zum Paul-Lincke-Ring und dessen Preisverleihung an Musiker, die sich besondere Verdienste um die deutschsprachige Unterhaltungsmusik erworben haben. „Im Gegensatz zur CDU-Ratsfraktion ist die SPD nicht der Auffassung, dass die Grundvoraussetzung für den Ring ein Livekonzert ist“, so Fraktionsvize-Vorsitzende Renate Lucksch und ergänzt, "die Autonomie der Jury darf auf keinen Fall angetastet werden. Wie bereits von Ratsmitglied Martin Mahnkopf geäußert, ist der Antrag der CDU-Fraktion eine Ohrfeige für die Gründungsväter und -mütter der Ring-Verleihung, für die Juroren und für den Paul-Lincke-Freundeskreis. Mahnkopf weiter: „Ein Konzert ist für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ganz sicherlich neben der Verleihungszeremonie ein tolles Event um den Preisträger sozusagen "hautnah" zu erleben, doch kann es aus Gründen, dass z.B. ein Komponist und kein Sänger geehrt wird, zu keinem Automatismus führen. Alle Beteiligten, insbesondere die Verwaltung, haben sich aber in der Vergangenheit oft für ein Konzert eingesetzt.
Lt. Dr. Frank Schober, Fraktionsvorsitzenden der CDU, war der Antrag kein Alleingang vom Geschäftsführer der Fraktion, sondern ein abgestimmtes Vorgehen der gesamten CDU Goslar aufgrund einer Klausur. Dazu zählt dann sicherlich auch der Oberbürgermeister. Aufgrund dieser klargestellten Tatsache der CDU ist der Antrag viel schwerwiegender zu beurteilen als zuvor. Denn die CDU Goslar nimmt offenbar im Partei-Schulterschluss kompletten Abstand zur Idee vom Komponisten und Theaterkapellmeister Paul Lincke. Dies ist als ein kultureller Skandal für Goslar zu werten. Solch ein Vorschlag ist kein diskutabler Ansatz, wie die CDU den Antrag nun abschwächt, sondern in der Tat eine Rückstufung und Wertigkeit der eigentlichen Preisverleihung mit der alleinigen Forderung: Kein Konzert, kein Ring. „Wenn es lt. der CDU nur ein zu diskutierender Vorschlag sei, dann hätte man dies doch einfach der Jury und dem Freundeskreis in einem Gespräch mitteilen können, statt einen Antrag zu stellen“, meint Gerd Politz weiter: „Dafür dass Pascal Bothe im Finanzausschuss sitzt, hätte er in seiner Rolle als Ausschussmitglied und als Geschäftsführer der CDU-Fraktion zumindest einen Satz zur Gegenfinanzierung sagen können, aber dies hat er weder bei der Restaurierung Sudmerbergturm noch beim Handyparken, welches so gut wie keiner nutzt, gemacht.“

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