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Montag, 11. Mai 2015

Prof. Norbert Müller (SPD Hahnenklee): Nein zur Erweiterung des Wasserschutzgebietes für unseren Ortsteil





"Die aktuell diskutierte Erweiterung des Wasserschutzgebietes betrifft die wirtschaftliche Entwicklung von Hahnenklee-Bockswiese. Sie belastet den Ortsteil nachhaltig. Das geht so nicht", zeigt sich Prof. Norbert Müller von der SPD Hahnenklee überzeugt. "Wir werden erhebliche Nachteile für Hahnenklee abzuwehren haben". 
Müller sieht durch die andiskutierte Erweiterung konkrete Nachteile für Grundstücksbesitzer, Betrieb und Kommune:
  •  Mehrkosten bei Baumaßnahmen, Straßen- und Kanalbau
  • Abschreckung möglicher Investitionen, wie zum Beispiel: 
    • Feriensiedlung am Kuttelbach Teich
    • Hotel Neu- oder Ausbau
    • Ansiedlung weiter Aktivitäten im touristischen Umfeld
    • notwendige Infrastrukturmaßnahmen
·      Müller "Das kann zum kompletten Verbot von wichtigen Handlungsoptionen führen oder zu erheblichen Mehrkosten durch zusätzliche Bürokratie, verbunden mit erheblichen Zeitverzögerungen. Das ist schlecht für Hahnenklee“.
Hintergrund: Dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) liegt ein Antrag der Harzwasserwerke auf Erweiterung des bestehenden Wasserschutzgebietes für die Grantalsperre (Innerste-Überleitung) vor. Das NLWKN ist die zuständige Behörde für ein entsprechendes Feststellungsverfahren. Der Antrag hat das Ziel, die Trinkwasserversorgung aus der Granetalsperre durch ein Einlaufbauwerk der Innersten-Überleitung vor nachhaltigen Einwirkungen zu schützen. Das Verfahren ist bislang nicht offiziell eingeleitet, allerdings liegt seit dem 03.03.2015 ein neuer Verordnungsentwurf vor. Wie daraus ersichtlich wird, betrifft die Erweiterung den gesamten Ortsteil Hahnenklee-Bockswiese.
Das Erweiterungsgebiet ist gekennzeichnet durch eine besondere Bodenbelastung und eine entsprechende Nutzung als Wasserschutzgebiet - dies ist aufgrund der bestehenden Belastung fragwürdig. Seit 1980 werden entsprechende Anträge in regelmäßigen Abständen gestellt, ohne dass es zu einer entsprechenden Ausweitung des Wasserschutzgebietes gekommen wäre. Trinkwasserschutz ist ein sehr schützendes Gut. Hinter den Erweiterungsplänen liegen aber starke wirtschaftliche Interessen der Harzwasserwerke zu Lasten der betroffenen Kommunen.

Müller: "Die Stadt Goslar sollte, wie bereits der Kreis Goslar, die betroffenen Kommunen sowie TU Clausthal sich gegen eine Erweiterung des Wasserschutzgebietes aussprechen und sich entsprechend bei den Ministerien bzw. der NLWKN einsetzen. Dafür werde ich mich einsetzen".

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