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Mittwoch, 8. April 2015

Urte Schwertner, Vorsitzende der Ratsfraktion der SPD Goslar: Überprüfung der Hundesteuersatzung in Goslar



6.4.2015


Das Ziel ist klar: Die SPD Goslar erwartet von einer modernen Hundesteuersatzung Prävention vor Beißattacken und gleichzeitig mehr Tierschutz.
Das niedersächsische Hundegesetzes ist bereits im Juli 2011 in Kraft getreten und legt unter anderem fest, dass jeder Halter seinen Hund mit einem Chip kennzeichnen lassen muss. Das Hundegesetz  hat viel Lob seitens der Wissenschaft aber auch von Hundehalter- und Tierschutzverbänden bekommen. Denn es setzt vor allem an der Schulung des Halters an und verzichtet auf pauschale Rasselisten. Ab dem 1. Juli 2013 müssen Hundehalter ihre Sachkunde nachweisen. Das trägt dem Umstand Rechnung, dass der Träger des oberen Endes der Leine die entscheidende Verantwortung in seinen Händen hält. Die aktuell vorgelegte Hundesteuersatzung der Stadt Goslar übersieht, dass es im Kern um die konkrete Einstufung des individuellen Hundes „als gefährlich“ geht. Nicht umsonst fordert das NHundG im Rahmen der Definition der "Gefährlichen Hunde " die Gefährlichkeit an tatsächlichen Kriterien festzumachen, wie z. B. an einer über das natürliche Maß hinausgehenden Kampfbereitschaft, Angriffslust oder Schärfe - also gesteigerter Aggressivität - oder aber Beißvorfällen. Nach Auskunft der Hundeverhaltenstherapeutin Frau Doris Siemens, die langjährige Erfahrung mit Hunden aller Rassen hat (Spezialgebiet: sog." Problemhunde"), ist der oberflächliche Rückschluss gem. der Gefährlichkeit von Rassen ohnehin nicht sachgerecht. Dies werde auch durch entsprechende Statistiken belegt. Die aktuell vorgelegte Hundesteuer hat aber noch eine zweite, sehr weitreichendere „Nebenwirkung“. Die Gefahr, dass sich Hundebesitzer wegen der erheblichen finanziellen Belastung dann durch Abgabe der Tiere im Tierheim trennen, ist sehr groß.  Aus diesen Gründen fordert die SPD Fraktion Goslar nach Rücksprache auch mit dem Tierschutzverein Goslar und Umgebung, eine Überarbeitung der Hundesteuersatzung, um die drei Grundsätze in Einklang zu bringen: Menschenschutz, Tierschutz und Halterverantwortung.

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