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Mittwoch, 25. März 2015

SPD Vienenburg: Gedenken an die Opfer der Gewaltherrschaft



Vienenburg, 22.3.2015
Der März 1933 war auch in Vienenburg eine Zeit dunkler Erinnerung. Am Gelände des ehemaligen Gemeindehauses, an dem heute ein Gedenkstein für Vienenburger Opfer der Nazi-Herrschaft steht, gedachte die Vienenburger SPD den Opfern des NS Terrorregimes. Ortsvorsteher Martin Mahnkopf erinnerte dazu in einer bewegenden Ansprache: Am 27. März 1933 trieben SS-, SA- Männer und NSDAP-Parteimitglieder mit Drahtpeitschen, Gummiknüppeln und Gewehren  bewaffnet in Lengde andersdenkende Mitbürger zusammen. Die Opfer waren Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Kommunisten, Parteilose und Christen aus der Arbeiterbewegung. Sie wurden dann wie Vieh nach Vienenburg abtransportiert. Frauen und Kinder der Opfer mussten dem gemeinen Treiben hilflos zusehen. Im Gemeindehaus (Heilerstraße) wurde die Gewalt „perfektioniert“:  Es wurde brutal mit Knüppeln und Peitschen geschlagen. Blutig geschlagenen Köpfe, zerschundenen Körper waren die "Ernte". Viele Opfer erlebten diese furchtbaren Misshandlungen vier, fünf oder noch mehrere Male, bis sie vor Schmerzen zusammenbrachen, oder bewusstlos wurden. Nach dem 2. Weltkrieg liefen verschiedene Wiedergutmachungsverfahren. Die meisten Betroffenen haben verzichtet, weil in den Ämtern noch die alten NS Anhänger und Sympathisanten saßen. Mahnkopf schloss mit einem Appel an uns heute Lebenden: „Wir sind aufgefordert, wach zu bleiben um schon den kleinsten Verstößen gegen Menschenrechte entgegenzutreten“.

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