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Samstag, 2. August 2014

Das gewachsene Goslar braucht ein klares Entwicklungskonzept zum Wohle aller Menschen in allen Stadtteilen

Aus Sicht des Landtagsabgeordneten und Ratsherrn Dr. Alexander Saipa ist die Vorstellung der CDU-Fraktionsspitze, kurzfristig die Finanzierung des Grau-Grün-Bereiches zu verbessern, nicht abwegig. „Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sollen nicht auf das Ende des Restrukturierungsprozesses warten müssen, bis die Stadt wieder vorzeigbar ist“, so Saipa. Dennoch sieht Saipa die vorgeschlagene Aufstockung um 200.000 € und die Konzentrierung der Pflege auf „Markante Punkte“ kritisch und im ersten Schritt mutlos. „Es kann nicht sein, dass nur solche Teilbereiche der Stadt eine „Enturwaldung“ bekommen, die als markante Bereiche deswegen gelten, weil sich dort auch der Tourismus abspielt. In Stadtteilen wie z.B. Jürgenohl oder Jerstedt ist die Grünflächensituation teilweise eine Katastrophe. Wir sollten die Bürgerinnen und Bürger dort nicht abhängen, nur weil die Bereiche nicht touristisch markant sind. Das wäre unfair.“

Ebenso als nicht zielführend sieht Saipa den CDU-Vorschlag, die Stadtbücherei am Energiecampus anzusiedeln. „Stadtbüchereien gehören meiner Meinung nach dorthin, wo die Menschen ihre Lebensmittelpunkte haben. Dazu muss auch das Umfeld stimmen, wie eben eine sanierte und aufgewerte Fußgängerzone.“
Momentan wird an allen Entwicklungsmöglichkeiten Goslars nach Saipas Auffassung Flickwerk betrieben: „Ein vom Oberbürgermeister unbedingt gewolltes, aber glücklicherweise an Sachfragen gescheitertes ECE-Center hier. Kein vorgelegtes Finanzierungskonzept für das Odeon-Theater und damit weitere Verschiebung von Entscheidungen dort. Stattdessen werden neue Säue durchs Dorf getrieben, wie ein unrealistisches und bürgerfernes Großkreis-Harz-Projekt.“

Es gibt aber viele Chancen für die Stadt, von denen die SPD Goslar/Vienenburg viel Entwicklungspotential für die gesamte neue Stadt Goslar erwartet. Dies geht aber nur in einem harmonisierten Prozess, in dem auch Vor- und Nachteile breiter betrachtet und ausgewertet werden.


"Für die gewachsene Stadt Goslar ist ein neues, durch Bürgerbeteiligung aufgewertetes, weiter gedachtes Konzept zur Fortentwicklung sehr wichtig und entscheidend für die Entwicklungsrichtung in der Zukunft.“, so Saipa. Die SPD-Stadtverbandskonferenz hat daher einstimmig das von Saipa und dem SPD-Wirtschaftsarbeitskreis auf den Weg gebrachte neu aufzulegende Stadtentwicklungskonzept beschlossen. 

"Es geht uns darum, das neue Goslar mit den direkten Nachbarkommunen im Einklang zu entwickeln. Das erwarten die Menschen von uns Politikern. Wir kümmern uns als Kommunalpolitiker um unseren Lebensraum und zwar zum direkten Nutzen der hier lebenden und arbeitenden Menschen. Wirtschaftliche Entwicklung hängt eng mit der Attraktivität der Stadt zusammen. Fachkräfte von außen kommen nur, wenn auch das Umfeld stimmt.", resümiert Saipa.

"Wir dürfen nicht nur Teilräume in der Stadt betrachten. Alles hängt miteinander zusammen. Vieles können wir vor Ort beeinflussen, manches auch nicht. Beispiel: geht es einem Innenstadtmagneten wie Karstadt schlecht, würde sich das dramatisch auf den gesamten Innenstadthandel und damit insgesamt auf die Lebensqualität der Goslarer Bürgerinnen und Bürger auswirken. Gleiches gilt bei der Entwicklung des Fliegerhorstgeländes, was immer im Kontext betrachtet werden muss und kein abgeschlossener Raum ist“, erklärt Saipa.

Besonders die neu zur Stadt Goslar gehörenden Stadtteile der ehemaligen Stadt Vienenburg haben es verdient, eine besondere Aufmerksamkeit bei der zukünftigen Entwicklung zu bekommen. „Immerhin ist die direkte Autobahnanbindung eine optimale Grundvoraussetzung in der gewachsenen Stadt, Impulse für hochwertige Gewerbeflächen mit direkter Verkehrsanbindung zu bieten“, erinnert SPD-Ratsherr Manfred Dieber, der auch zu den Mitentwicklern des SPD-Antrags zur Neugestaltung einer Stadtentwicklung gehört. „Es kann nicht angehen, dass diese Entwicklungsmöglichkeiten leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden durch mögliche langfristige Zusagen an Privatinvestoren in anderen Bereichen“, sind sich Dieber und Saipa einig.

"Entwicklung muss in den Stadtteilen spezifisch an Bedürfnisse angepasst sein. Diese Bedürfnisse müssen noch besser bekannt und umzusetzen sein. Entwicklung in den Stadt- und Ortsteilen hängt eng mit Entwicklung der gesamten Stadt und eben auch der Innenstadt zusammen. In diesem Zusammenhang ist gerade das generationsgerechte Wohnen ein wichtiges Feld. Junge Familien wie ältere Menschen müssen einen optimalen Lebensraum vorfinden und mitgestalten können.“, fordert der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jens Kloppenburg im Einklang mit dem durch den SPD-Stadtverband verabschiedeten Wunsch, die Stadtentwicklung ganzheitlich neu zu betrachten.



"Gemeinsam können wir unseren schönen Lebensraum zukunftssicher gestalten. Packen wir es zusammen an und entwickeln gemeinsam ein starkes Konzept. Zustimmung zu so einem integrierten Prozess haben wir bereits aus anderen Fraktionen vernommen“, fordern Saipa, Dieber und Kloppenburg eindringlich zur Zusammenarbeit auf.